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Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin und eine manuelle Heilmethode. Die Osteopathie zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Menschen und seinen Körper als Ganzes betrachtet. Es geht nicht nur darum, Symptome zu behandeln, sondern auch deren Ursachen. Durch manuelle Techniken behandelt der Osteopath mit Hilfe von verschiedenen Techniken Blockaden, Einschränkungen und Funktionsstörungen. Die Spanne der Osteopathie reicht von Babys/Kleinkindern bis zu Patienten hohen Alters. Meine Großmutter, die 93 Jahre ist behandele ich beispielsweise regelmäßig.

Die Osteopathie unterteilt sich in drei Bereiche: Die parietale (den Bewegungsapparat betreffend), die craniosacrale (den Schädel und das zentrale Nervensystem betreffend) und die viszerale Osteopathie (die inneren Organe betreffend). Bei einer osteopathischen Behandlung schaut sich der Therapeut alle drei Bereiche in seiner Gesamtheit an.

Eine weitergehende Beschreibung der Osteopathie finden Sie hier.

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Bei welchen Beschwerden wird Osteopathie angewendet?

Grundsätzlich können alle Beschwerden aus den vorher genannten Bereichen parietal-craniosacral-viszeral behandelt werden. In der Praxis kommen insbesondere Patienten mit Beschwerden im parietalen Bereich (den Bewegungsapparat betreffend) zu uns in die Praxis. Hierunter fallen Rückenschmerzen, Hexenschüsse, Hüft- und Kniebeschwerden, Beschwerden im Rahmen von Bandscheibenvorfällen sowie Verletzungen an den Bändern und Muskeln.

Auch Patienten mit Kopfschmerzen, Tinitus, Migräne und Beschwerden des Magen -/ Darmtraktes bilden einen großen Anteil unserer Patientenklientel.

Bei Beschwerden unklarer Genese oder länger andauernder Beschwerden, zu denen noch kein ärztlicher Rat eingeholt wurde, ist der Gang zum Orthopäden, Hausarzt etc. als erstes erforderlich.

Die Wirkung von Osteopathie konnte schon in einigen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden. So wurde bspw. herausgefunden, dass osteopathische Behandlungen bei unspezifischen Rückenschmerzen helfen. Die dazugehörige Meta-Studie finden Sie hier.

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Wie ist unser Verständnis von Osteopathie?

Unser Verständnis einer osteopathischen Behandlung ist nur in der Mitwirkung des Patienten vereinbar. Nur wenn der Patient auch aktiv mitarbeitet, ist eine langfristige und nachhaltige Verbesserung realistisch.

Die Behandlung ist eine Kombination von passiven, also vom Therapeuten durchgeführten Techniken, als auch aktiven Übungen des Patienten. Diese Übungen können Verhaltensübungen, also Ess- und Trinkverhalten, Sitzpositionveränderungen, als auch Kräftigungs- und/oder Dehnübungen sein. Ohne die Mitarbeit des Patienten kann eine Struktur, die schon lange leidet nicht erfolgreich behandelt werden.

Bei strukturellen Problemen kommt es immer darauf an, ob der „Point of no return“ schon erreicht ist. Also ist ein Gelenk schon so arthrotisch, dass der Knorpel sich nicht mehr erholen kann. Macht es da noch Sinn dieses Gelenk weiter zu behandeln oder ist doch besser eine Operation notwendig? Manche Patienten können aufgrund von verschiedenen Faktoren nicht mehr operiert werden oder haben große Bedenken vor einer OP. In solchen Fällen sind wir begleitend tätig. Diese Patienten kommen dann in regelmäßigen Abständen zur Behandlung.

Unser Patientenklientel teilt sich somit in akute, chronische und präventive Patienten auf. Zudem kommen zu uns Menschen, die „sich etwas Gutes tun wollen“.

Icon: Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

Vor der Behandlung findet eine ausführliche Anamnese statt, in der Ihre Beschwerden-/Krankheits-Historie besprochen werden. Falls Sie Röntgen- oder MRT-Bilder oder Arztberichte haben, bringen Sie sie bitte zum ersten Termin mit, genauso wie die aktuellen Medikamente.

Nach der Anamnese betrachtet der Therapeut den Patienten im Stehen und schaut nach Auffälligkeiten. Danach beginnt der Therapeut mit der palpatorischen Untersuchung (Untersuchung des Körpers durch Betasten), gefolgt von der eigentlichen osteopathischen Behandlung. Die Behandlung dauert in unserer Praxis 50 Minuten und findet in Unterwäsche statt.

Icon: Wer darf Osteopathie ausüben?

Wer darf Osteopathie ausüben?

Da der Osteopath ein medizinischer Beruf ist, unterliegt er hohen Anforderungen und Standards. Die Vollzeitausbildung dauert 4 Jahre, berufsbegleitend 5 Jahre. Grundsätzlich sind in Deutschland nur Heilpraktiker und Ärzte berechtigt Osteopathie auszuüben.

In den USA hat sich die Heilmethode der Osteopathie schnell verbreitet und wird inzwischen als eine eigenständige Form der Medizin angesehen. Dort ist der Ostheopath dem Schulmediziner gleichgestellt. Hierzulande ist die Osteopathie hingegen noch nicht einheitlich gesetzlich geregelt.

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Wieviel kostet eine osteopathische Behandlung?

Die Kosten orientieren sich an der berufsständischen Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Unsere Behandlungen dauern ca 50. Minuten und werden mit 95-105€ berechnet.

Icon: Erstatten Krankenkassen die Kosten für Osteopathie?

Erstatten Krankenkassen die Kosten für Osteopathie?

Viele private und rund 100 gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich zumindest anteilig an den Kosten. Darunter sind auch große Krankenkassen wie die AOKs verschiedener Bundesländer, die Techniker Krankenkasse sowie diverse BKKs.

Eine umfangreiche Liste finden Sie hier.